Wir wollen Kinder !!
#16010Wollt ihr Kinder? Das ist eine der entscheidenden Fragen für jede Gemeinde. Wer die Siegesbotschaft von Jesus Christus zu den Menschen trägt, muss damit rechnen, dass Menschen sie glauben und ihr Leben verändert wird! Werden Menschen durch den Heiligen Geist neu geboren, werden sie in die Familie Gottes hineingeboren und werden ein Teil der Gemeinde. Und wo Kinder in eine Familie hineingeboren werden, ist in der Familie nachher ziemlich viel anders als vorher. Wer sich Kinder wünscht, muss die vielen Veränderungen in Kauf nehmen und sich entsprechend anders einrichten!
Wenn neugeborene Christen in die Gemeinde kommen, dann verändert sich das Gemeindeleben, weil man sich auf die Neugeborenen freut, sich um sie kümmert und sich so einrichtet, dass die Neugeborenen wachsen und reifen können. Wer keine Veränderungen will, sollte dafür sorgen, dass keine neuen Christen in die Gemeinde hineingeboren werden. Aber das ist eine Haltung, die gar nicht geht! Sie ist unmöglich, solange wir zu Gottes Familie gehören!!
Es ist unmöglich, sich nicht auf die Neugeborenen einzustellen und die eigene Lebensweise auf sie abzustimmen. Wenn wir uns in unseren Gemeinden nicht auf Neugeborene einstellen und ihrem Wachsen und Gedeihen Priorität geben, tragen wir zum Anstieg der geistlichen Kindersterblichkeit bei, die ohnehin schon sehr hoch ist.
Eine interessante Statistik von ProChrist: Ein Jahr nach der letzten ProChrist-Evangelisation wurden alle teilnehmenden Gemeinden gefragt, wie viele der Neubekehrten tatsächlich in die Gemeinde integriert werden konnten. Ergebnis: Gemeinden, die sich nicht auf die Neubekehrten einstellten und keine besonderen Angebote für Neubekehrte machten, konnten bloss zwischen 10 – 30 % der Neubekehrten in die Gemeinde integrieren. Die restlichen 70% der Neubekehrten haben sie wieder verloren. Gemeinden, die besondere Angebote für Neubekehrte machten, konnten dagegen 90% der Neubekehrten integrieren.
Die Herausforderung, geistlich Neugeborene in die Gemeinde zu integrieren, wächst ständig noch. Neugeborene bringen immer weniger begünstigende Prägungen mehr mit, die ihnen die Integration in einer Gemeinde einfach machen würde. Das ist aber nicht ihr Problem. Das ist unser Problem!
Wir wollen Kinder! Auch wenn es uns liebgewonnene Gewohnheiten kostet.
Wir wollen viele Kinder! Auch wenn die Gemeinde nachher nicht mehr dieselbe ist wie jetzt. Die Gemeinde gehört nicht uns, sie gehört Gott. Und Gott will, „dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Timotheus 2,4).
Wenn unser Vater so viele Kinder will, dann wollen wir es auch! Koste es, was es wolle. Gott will! - Also gut, dann machen wir Platz und richten uns entsprechend anders ein!
Unser Wunsch ist, dass Chrischona-Gemeinden immer mehr durch grösszügige Gastfreundschaft und unbekümmerte Hingabe auffallen und dass sie ständig grösser werden, weil viele neue Menschen zur Familie Gottes stossen.
René Winkler
Leiter Chrischona-Gemeinden CH