Viva Kirche?

Geht es nach Vorstand und Leitung von Chrischona Schweiz, heisst der Verband ab Mitte 2022 Viva Kirche. Ob es soweit kommt, entscheiden die Delegierten mit einer Abstimmung im November.Viva steht für Leben. Viva Kirche für eine lebendige Kirche, ein Lebensraum, wo Leben geteilt und gefördert wird. Ein Ort, wo Menschen mit dem Gott in Berührung kommen, der das Leben in Fülle gibt. Der neue Name ist das Ergebnis eines längeren Prozesses. Bereits als der Verband 2019 begann, Auftrag und Vision zu klären, war entschieden: Ein allfälliger neuer Name müsste sich aus der Vision heraus ergeben. Diese stand dann nach einem zweijährigen Prozess fest: «Wir leben Kirche». In einem weiteren mehrmonatigen Prozess suchte und evaluierte eine Projektgruppe aus Vorstand, Leitung und lokalen Kirchen zusammen mit einer Agentur mögliche Namen. Mit Viva Kirche Schweiz ist man fündig geworden. Die Fortsetzung der Vision.

Der neue Name soll der Profilschärfung dienen. Während «Chrischona» für einen Flurnamen in Basel steht und damit als Wort einzig über den Ursprung der Arbeit Auskunft gibt, steht mit Viva Kirche das Selbstverständnis im Zentrum, was Kirche ist und welche Berufung sie hat. Ein weiteres wichtiges Kriterium für den neuen Namen ist die Dreisprachigkeit. Chrischona Schweiz will als nationale Bewegung weiterhin in drei der vier Landesteilen aktiv sein. Der Name Chrischona hatte sich hier als nicht praktikabel erwiesen. Viva Kirche, Église Viva und Chiesa Viva versprechen hier Besserung.

Dass der Namenswechsel gesucht wird, ist auch eine Folgerung daraus, dass die damalige Mutterorganisation «Chrischona International» die einzelnen Zweige 2019 in die Selbstständigkeit entliess. Nun gibt es mehrere Organisationen, die Chrischona im Namen tragen. Mit der Umbenennung zu Viva Kirche will Chrischona Schweiz der Verwechslungstendenz entgegenwirken. Die enge Freundschaft zum Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) ist dadurch nicht infrage gestellt. Chrischona Schweiz wird das Seminar weiterhin tatkräftig unterstützen.

Am 24. und 25. September waren die Mitarbeitenden, Delegierten und Gemeindeleitungen eingeladen zur internen Namenspräsentation. Per Zoom-Treffen wurden sie mit hineingenommen in den Werdegang und die gewonnene Überzeugung zum neuen Namen. Live wurde die Türe enthüllt, auf welcher der neue Namen steht. Notabene die Türe, auf deren Rückseite an der Konferenz im März die Vision von Chrischona Schweiz geschrieben wurde. Nun steht bald die Abstimmung an. Die Delegierten entscheiden im November, ob sie den Namenswechsel des Verbandes gutheissen und den vorgeschlagenen Weg von Vorstand und Leitung mitgehen wollen oder nicht. Die örtlichen Chrischona Kirchen sind frei in ihrer Entscheidung, ob sie anschliessend für ihre Lokalkirche diesen Namenswechsel auch vollziehen.